Vortrag am 17. Juli 2013

nationalpark-bayerischer-wald-tiere112~_v-image512_-6a0b0d9618fb94fd9ee05a84a1099a13ec9d3321Professor Dr. Farouk Grewing (Universität Wien)

“Ein Plädoyer für die Metrik. Steinbutt, Haselhuhn und Konsorten: Warum ein Versmaß mehr ist als nur lästiger Ballast”

Diskussionsleitung: Dr. Margot Neger (Universität Salzburg)

17. Juli 2013, 19:15 Uhr, Lyrikkabinett München

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der PSMS,

Trimalchio ist irgendwie klar geworden, dass er, wie mit seinen Speisen, auch mit den Titeln der PSMS-Vorträge seine bekannten Überraschungsspiele betreiben muss. Denn aus dem letzten Vortragstitel ging überdeutlich hervor, dass es um didaktisch-methodische Möglichkeiten der Rettung des Griechischen als eines Schulfaches gehen werde, und da die Gräzisten in München und Umgebung ganz klar wissen, dass von der Notwendigkeit einer “Rettung” keine Rede sein kann, weil dieses Fach an der Universität und an den Gymnasien mit Abstand das am meisten gewählte ist, ja sogar, was Schüler- bzw. Studentenzahlen betrifft, weit über Informatik und den Naturwissenschaften liegt, kam fast keiner von ihnen zum Vortrag – warum auch? Nun passte es zwar durchaus zum monde à l’envers des angewandten Petronianismus, dass statt dessen überwiegend graecumwährenddesstudiumsnachholverdrossene “Nur-Latein”lehrer anwesend waren (die ein ehemaliger Münchner Griechischordinarius als “Halbphilologen” zu bezeichnen pflegte). Doch Trimalchio hat denn doch nun mal beschlossen, die Karten nicht mehr so offen auf den Tisch zu legen und den Latein-Ordinarius der Wiener Universität, Farouk Grewing, gebeten, seinen Vortragstitel wenigstens ein bisschen zu verschlüsseln. Das hat dieser gemacht, und so wird er hoffentlich die Metriker in München und Umgebung, die sich neugierig fragen werden, was Versmaße mit “Steinbutt, Haselhuhn und Konsorten” zu tun haben, dazu verlocken, in Scharen herbeizuströmen. Als weiterer Anreiz kommt hinzu, dass PSMS-Vorstandsmitglied Margot Neger, die, bis vor etwa einem halben Jahr sehr beliebte Dozentin an der LMU, von ihrem Vaterland zurückgerufen wurde und jetzt in Salzburg lehrt, uns immerhin als Diskussionsleiterin die Ehre und so Gelegenheit zum Wiedersehen geben wird. Zwar hat sie mehrmals versucht, wenigstens als Zuhörerin die rund drei Stunden Hin- und Rückfahrt auf sich zu nehmen, aber z.B. beim vorletzten Mal wurde sie wie Ovid in Amores 3,6 von über die Ufer gegangenen Wassermassen daran gehindert, und da der reiche Trimalchio, wenn am 17. Juli so etwas erneut geschehen sollte, natürlich seinen privaten helicopterus celerrime volans zur Verfügung stellen wird, können alle ihre Freunde sie auf jeden Fall wieder begrüßen. Anders als Margot ist Farouk Grewing in Österreich ein aus Deutschland Zuagroaster, und so kann man ihn bei der Petronian Party fragen, wie das latinistische Dasein in Wien so sei, wenn man ein Piefke ist. Zwar handelt es sich bei ihm, wie man aus seinem Vornamen erschließen könnte – nein, der Nachname wird nicht “Gruuuing” ausgesprochen, ist also durchaus einheimisch -, vielleicht nur um einen halben Piefke, aber hier die Zusammenhänge zu erfahren, macht mindestens Trimalchio superneugierig. Und vielleicht färbt von diesem seinem Affekt sogar etwas auf Gräzisten in München und Umgebung ab und führt den einen oder anderen von ihnen zu dem Beschluss, im Gegensatz zum letzten Mal nun doch wieder einmal im Lyrikkabinett zu erscheinen, zumal es Versmaße ja auch im Griechischen geben soll; das vermuten jedenfalls die Halbphilologen. Wie man sieht, wird der 158. Vortragsabend der PSMS einiges an Überraschungen sowie ein Wiedersehen zu bieten haben, und entsprechend herzlich ergeht die Einladung von

Ihrer/Eurer PSMS

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