Vortrag am 08. Mai 2013

Prof. Dr. Ioannis M. Konstantakos (Universität Athen) 01-1143-1

“Es war einmal…”: The Archaeology of Folktales and the Popular Narrative Traditions in the Ancient World”

Diskussionsleitung: Maria Anna Oberlinner (LMU München)

8. Mai 2013, 19:15 Uhr, Lyrikkabinett München

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der PSMS,

Es war einmal vor dreimal sieben Jahren … nein, kein Königssohn und kein Drache und keine böse Stiefmutter, sondern ein Buch (und so etwas gehört ja ebenfalls mehr und mehr einer vergangenen märchenhaften Welt an, weil viele nur noch die Vorstellung “facebook” damit verbinden können). Dieses Buch war bereits ein Jahr nach der Gründung der PSMS von ihren damaligen Mitgliedern herausgegeben worden, und es enthielt von ihnen verfasste Aufsätze zu dem (von einem Anonymus der frühen Kaiserzeit geschriebenen) biographischen Roman über den bekanntesten Geschichtenerzähler der Antike, Äsop. Obwohl das Buch nicht in der Sprache verfasst war, “which we all understand” (David Niven in “Death on the Nile”), löste es, da vorher über den Äsop-Roman kaum geforscht worden war, doch international eine eifrige Forschungstätigkeit aus. Und so sah sich auch Ioannis Konstantakos von der Universität Athen, der vor dreimal sieben Jahren noch oben auf der Akropolis zusammen mit seinen pickeligen Mitschülern – sie hießen wohl Nikolaos Xyloures oder Martinos Pantaloni – erstmals Augen auf die herumflanierenden und -kichernden korítsia warf und auf ein erstes “Es war einmal …” mit ihnen aus war, Anfang des neuen Jahrtausends zu einer Dissertation und mehreren Aufsätzen über den Bíos Aisópou motiviert. Und da er nun sowohl die Macher jenes alten Buches kennenlernen als auch zur Abwechslung mal statt über die große Amalienstraße in Athen über die kleine gehen möchte, an der das große Lyrikkabinett steht, besteigt er demnächst am Diéthnis Aeroliménas Athenón Eleuthérios Venizélos ein von den beiden netten Piloten Daidalos und Ikaros gelenktes Flugzeug und kommt zu uns. Sein Gepäck wird voller Geschichten stecken, und er will uns als wahrer Aisopos zeigen, wie in der Antike aus wenigen Grundmustern die bunte Welt des “Es war einmal …” entstand. Als Moderatorin seines Vortrags, den man dann am Bildschirm  mitlesen kann – Inglisch Sprak swer Sprak! -, fungiert Maria Anna Oberlinner; sie dürfte Ihnen/Euch allein schon durch ihre charmante Reaktion auf die erste Wortmeldung, die sie bei ihrer ersten Diskussionsleitung vor eineinhalb Jahren entgegennahm, in bester Erinnerung sein. Maria wiederum kam jüngst aus einer ganz anderen Richtung als der äsopische Ioannis geflogen, sicher auf Franz Joseph Strauß aufgesetzt von zwei kanadischen Piloten, die nicht dasselbe Fischgericht gegessen hatten wie einst die von Vancouver Richtung Halifax (deren Geschichte man zum Glück nicht in einem Buch nachlesen muss, sondern auf YouTube anschauen kann). Denn sie hatte als BBB (“Botschafterin Bayerischer Begabtheit”) zween Semester lang an der University of Toronto bei Regina Höschele studiert, der Neugründerin der PSMS und Begründerin des üppigen kalten Büfetts anstelle von Stefan Merkles Brez’n, welche die PSMS vorübergehend in die Brez’nkrise gestürzt hatten. Weil wir schon bei diesem Thema sind: Dank einer Initiative des regelmäßigen PSMS-Gastes Dr. Blum vom Maxgymnasium wurde uns von der Elisabeth-Saal-Stiftung eine großzügige Spende bewilligt, und so kann das üppige kalte Büfett diesmal noch üppiger werden. Also, nachdem wir in der Manier wahrer Erzähler von “Es war einmal …” über Drache, Äsop, Klein-Pantaloni, “Ja, Vater …?!”, Halifax und Brez’n zur luxuria der “Petronian Party” gelangt sind, müsste doch deutlich geworden sein, wie sehr es sich immer wieder lohnt, zu unseren Vorträgen zu kommen. Letztes Mal Matthias Ludolphs spannend-scharfsinniger Cicero-Krimi, diesmal Geschichten von einem Nachfahren Äsops – Ihr solltet einfach wieder kommen, um uns erneut die Ehre zu geben, und darauf freut sich

Ihre/Eure PSMS

 

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