Vortrag am 17. April 2013

66360-004-8393CE1ADr. Matthias Ludolph                                      (Albert-Einstein-Gymnasium München)

“Wer ermordete Sextus Roscius aus Ameria?”

Diskussionsleitung: Maria Krichbaumer (Wittelsbacher Gymnasium München)

17. April 2013, 19.15 Uhr, Lyrikkabinett München

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der PSMS,

eine besonders kritische Situation im Leben der Studienreferendarin und des Studienreferendars ist die Lehrprobe. Da steht sie oder er vor einer nicht eindeutig einzuschätzenden Schülerschar – ausgerechnet der Klassenprimus ist natürlich heute krank! – und vor der hinten sitzenden Jury und muss eine bis ins letzte durchgeplante Unterrichtseinheit möglichst perfekt sowie mit möglichst wenigen Pannen abwickeln, ohne hoffen zu können, damit die optimale Note zu erzielen. Dabei ist die doch so eminent wichtig für das Fortkommen, wenn die zwei Jahre (endlich) vorbei sind! Alle in der hinteren Reihe flößen dabei Furcht und Nervosität ein, besonders aber die Seminarleiterin bzw. der Seminarleiter. Das weiß Trimalchio, obwohl er so etwas nie  durchmachen musste – dabei wäre ihm vermutlich mit seinen Ausführungen darüber, wie Hannibal Troja eroberte, der Einser von vornherein sicher -, und deshalb hat er, offiziell zuständig für le monde à l’envers, sich Folgendes für den Vortragsabend des 17.4. ausgedacht: Er lässt je eine Seminarleiterin und einen Seminarleiter vorne am Vortragspult reden, während er den ReferendarInnen, denen eine LP unmittelbar bevorsteht, die letzte Sitzreihe reserviert. Von dort aus können dann diese ReferendarInnen so ernst und änigmatisch dreinschauen, wie es sonst aus ihrer Sicht die Mitglieder der LP-Jury tun, und vielleicht stärkt ihnen das den Mut für ihre nächste LP. Allerdings ist nicht unbedingt zu erwarten, dass unser Vortragender, Matthias Ludolph, Seminarleiter am Albert-Einstein-Gymnasium, sich durch irgendetwas – z.B. provokatives SMS-Schreiben –  aus der Ruhe bringen lässt. Denn er hat es sogar schon fertiggebracht, in einer Toga und mit einem Lorbeerkranz auf dem Haupte vor Viertklässler in Grundschulen, also vor 9-10jährige, zu treten, um bei ihnen für Latein zu werben und ihnen gleichzeitig mit Hilfe des Lateinischen deutlich zu machen, dass Englisch eigentlich keine richtige Sprache sei, weshalb jede/r sie einfach so könne; dabei ließ er sich z.B. von Zwischenrufen wie “F…. you!” oder “Shut the f…. up!”, welche die Kleinen tatsächlich ganz ohne Englischunterricht gelernt hatten, aus der Ruhe bringen. Ja, und Maria Krichbaumer, Seminarleiterin am Wittelsbacher-Gymnasium, die Matthias Ludolph vorstellen und die Diskussion leiten wird, blieb ebenfalls immer cool, obwohl einst unter den Schülern vor ihr in der letzten Reihe z.B. kein Geringerer als Maxi Maier saß, der bereits als Abiturient bei einem PSMS-Vortrag eine der besten Diskussionsleitungen bot, die wir je hatten, also durchaus hätte verunsichernd wirken können. Was den Vortrag betrifft, ist im Titel, wie manche/r von Ihnen/Euch gedacht haben mag, “Ameria” kein Druckfehler für “Amerika”, obwohl das Thema, “who dunnit?”, durchaus in diese Richtung weisen könnte. Es ist erst das zweite Mal, dass jemand auf Einladung der PSMS über Cicero spricht. Klar, so besonders trimalchionisch-romanhaft ist der wohl nicht, aber einige seiner Reden, darunter die von Matthias Ludolph gewählte, erwecken doch keine geringe Spannung, und wenn es wie in diesem Falle sogar um Mord geht, ist ein nicht einmal bei der Cena Trimalchionis erörtertes, aber sehr heißes Thema angesprochen. Wieder steht ganz offensichtlich ein lohnender Abend zu erwarten, zumal Matthias Ludolph fest versprochen hat, seine Toga und seinen Lorbeerkranz daheim zu lassen sowie Deutsch zu reden. Wir laden also wieder besonders herzlich ein, natürlich auch zur Petronian Party, welche das bekannt-bewährte, fast ausschließlich aus ReferendarInnen bestehende Catering Team trotz der bevorstehenden LP wieder optimal vorbereiten wird.

Ihre/Eure PSMS

 

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