Vortrag am 21.11.2011

Prof. Dr. Markus Schauer (Universität Bamberg)    “Die Liebeskrankheit in der Antike”     Diskussionsleitung: Maria-Anna Oberlinner (LMU München)

21 November 2011, 19:15 Uhr, Lyrikkabinett München

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der PSMS,

jemanden wie Markus Schauer an die Kabinettstafel zu bitten – das ist wie die Abo-Einladung an Habinnas. Wie der IMMER dabei ist, war Makus Schauer, bevor er von München wegging, IMMER dabei. Markus Schauer – das sind Erinnerungen an sein stets freundlich blickendes Tom-Cruise-Gesicht, seine raschen Schritte über die Korridore, verbunden mit eifrig-schnellem Reden, das aber den Bayerischen Wald kaum heraushören ließ, an seine Hilfe bei Werner Suerbaums (schließlich dann doch keineswegs hurtig mit Donnergepolter entrollendem) lâas oukanaidés, genannt “HLL 1”, an das ebenso irre wie beeindruckende Unternehmen, den heiligen “Menge” neu zu schreiben, worauf der guote Gerhard entsprechend empört reagierte. Markus Schauer eben – einer von Münchens rarae aves des zur Abwechslung-es-etwas-anders-Machens (zu denen ja auch sein Meister gehört). Und Markus kommt endlich wieder zu uns – aus Bamberg diesmal, wo irgendwann mal in der Zeit, als E.T.A. Hoffmann dort dem Hund Berganza am Regnitzufer begegnete, eine Art Exil-Regierung das zentralistische, sich sowas eigentlich gar nicht vorstellen könnende großkopferte München vertrat und wo nach WW II, von München aus am unakzeptabel protestantischen Nürnberg (wo sie eigentlich hinwollten) vorbeikomplimentiert, geigende und blasende Exil-Tschechen ein weltberühmtes Orchester gründeten. Ihn vorstellen und die Diskussion leiten wird, nein, keiner der Zettelkästenhüter von damals und überhaupt keine(r) seiner WeggenossInnen, sondern eine Repräsentantin der hocheffizienten Uni von heute, der Uni der Credit Points, der Module und der Vorlesungen, die man – o je, wenn man UNS sowas einst zugemutet hätte, die wir  z.B. allein wegen Habermas nach Frankfurt a.M. wallten, egal in welchem Semester wir waren!!! – nur auf einer ganz bestimmten Bettscheller-Stufe besuchen darf: Maria-Anna aus einem kleinen, netten Ort in Oberbayern, dessen Name immerhin an den des mittelalterlichen Bamberg anklingt; er heißt (schon mal gehört?) Babensham. Müssen wir im Zusammenhang mit dieser Jung-Diskussionsleitung den einst schon auf Regina Höschele angewandten, ad hoc abgewandelten Trimalchio-Spruch et studentes homines sunt et aeque unum lactEM bibunt wiederholen? Naaaa, scho glei dreimal ned! Die PSMS ist die PSMS, wie Markus Markus ist und Maria-Anna Maria-Anna ist – “exzellent” sind sie auf jeden Fall alle drei (und als gleichfalls exzellente Nr. 4 und 5 präsentieren sich schließlich auch noch die  Küchenchefin Henrietta Flavia Diligensis und ihr Feuerwehrmann für die ganze übrige Organisation, Martinus Vigil Crumbachensis), und deshalb lohnt es auch bestimmt wieder, den Weg zu Amalienstraße 83a zu nehmen.

Meint jedenfalls
Eure PSMS
P.S. Übrigens: Die PSMS heimseitet seit neuestem auf der (u.a. mit dem sommerlich-sonnigen Bavariapark verlinkten) homepage www.niklasholzberg.com, angefertigt von unserem PR Office in Toronto, Ontario, Canada.

Vortrag am 19.10.2011

Privatdozent Dr. Andreas Heil (TU Dresden)       “Parthenias und Priapus: Vergilbilder in der Antike”,

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Thomas Schirren

19. Oktober 2011, 19:15 Uhr, Lyrikkabinett München

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der PSMS,

wenn Andreas Heil seinen Vortrag über ein Kapitel Vergil-Nachleben in der Antike unter der Chiffre “Parthenias und Priapus” ankündigt, stellt, wer “Parthenias” vonparthénos ableitet, ohne weiteres über virgo eine Verbindung zu dem keuschen Joseph Virg-il her, klar; der Dichter kalauert ja selbst am Ende der Georgica damit. Aber “Priapus”? Zur PSMS passt der gut, da er bekanntlich die zürnende Gottheit der Satyrica ist und da Ursula Hausgen, die uns einst großzügig gestattete, in ihren noblen Räumen unsere Vortragsabende zu veranstalten, Trimalchio am 4.8.2011 feierlich das wichtigste membrum des Gottes in einer vorzüglichen türkisen Nachbildung (und sich mächtig über einem Aschenbecher erhebend) überreichte, nachdem sie es eigens aus Ägypten mitgebracht hatte. Aber quid Virgilio cum Priapo? Das wird uns der Andreas dann schon verraten – WENN es, was wir doch alle hoffen, dazu kommt. Denn wie vor einem Jahr im November ist unser Ehrenmitglied Thomas Schirren wieder Diskussionsleiter, und als er damals schon eingetroffen war, erschien aber nicht der Vortragende. Gut, Thomas hat dann, klever wie er nun einmal ist, den Vortrag einfach selbst gehalten und sich dann auch selbst die Diskussion geleitet (halt nur nicht dann auch noch sich selbst die Fragen gestellt, sie sich selbst beantwortet und anschließend allein das kalte Büffet verzehrt und allein Markus Jankas Ouzo getrunken). Aber er hat uns wissen lassen, dass er dieses Zauberkunststück diesmal wohl nicht fertigbringen werde, also uns dann auch nicht sagen kann, was der jungfräuliche Vergil mit Priapus zu tun hat. Glauben wir ihm das? Nun, es gibt also zweierlei, worauf wir gespannt sein dürfen: 1. ob Andreas Heil kommt (womit an sich zu rechnen ist, weil er jahrelang an einem Projekt über römische Wertbegriffe mitarbeitete und weiß, dass die Teilnahme an einer Cena Trimalchionis ein römischer Wert per se ist), 2. ob, wenn er nicht kommt, Thomas Schirren, unser Ehrenmitglied, doch übernimmt und uns sogar verrät, was Priapus mit Virgil zu tun hat. Denn vielleicht besitzt er ja die virga des Zauberers Virgil und zaubert damit abermals.
Knistert die Spannung? Wenn ja, kommen Sie/kommt in Scharen am 19.10. an den gewohnten Ort – es soll Ihr/Euer Schade nicht sein.

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